GDI Impuls: homo hapticus Die Technik tastet sich an den grössten Sinn des Menschen heran.

Ekaterina Petrova > Seite 28
homo hapTicus Der Tastsinn ist der grösste Sinn des Menschen und jederzeit präsent. So- gar wenn wir bewegungslos liegen, spüren wir unsere Umgebung: Wir können die Wahrneh- mung über die Haut nicht unterdrücken. Es sind keine Fälle bekannt, in denen einem Kind bei der Geburt der Tastsinn fehlte. In der Moderne wurde das Haptische lange geradezu diskriminiert – als infantil, animalisch, sündig. Entsprechend führte der Fortschrittspfad jahrhundertelang vom Hap- tischen weg: Von Buchdruck über Elektrizität bis Telefon und Fernsehen fokussierte sich das Neue auf Hör- und Sehsinn. Die Wende brachte der Touchscreen, mit dem Apple uns seine Geräte streicheln liess: Den Durchbruch des mobilen Internets, den Sieg der digitalen Revolution ver- danken wir einer Renaissance der Haptik. Die Digitalisierung der Haptik steht noch ganz am Anfang. Technisch ist zwar absehbar, dass aus der analog-physischen Verbundenheit eine digi- tal-haptische Verbundenheit wird – aber nicht, was das mit uns und unserem Bewusstsein an- stellen wird.

 

http://gdi.ch/Media/impuls/1.16/GDI_Impuls_1_16_Zusammenfassung.pdf

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