Krank geschrieben NZZ Folio

Die meisten Bürokrankheiten laufen unter dem Begriff «berufsassoziierte Gesundheitsstörungen», deren Kosten für Behandlung und Arbeitsausfälle vor allem die Krankenkassen tragen. Wird jemand durch solche Störungen invalid, muss er mit massiv schlechteren Rentenleistungen vorliebnehmen, denn die ergänzende Unfallversicherungsrente erhält man nur bei Berufskrankheiten. Würden Gesundheitsstörungen wie die typischen Büroleiden als Berufskrankheiten anerkannt, müssten die Unfallversicherer laut dem Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) Kosten in Milliardenhöhe übernehmen. Da es in der Schweiz aber kaum statistische Daten gibt, wieweit Arbeitsbedingungen Gesundheitsprobleme verursachen, ist es schwierig, die Verantwortlichkeit festzulegen. Schwierig ist somit auch eine zielgerichtete Prävention. Egal wer dafür bezahlt: kranke Arbeitnehmer belasten die Volkswirtschaft.

viaKrank geschrieben | Im Büro | Oktober 2003 | NZZ Folio.

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